Anamnestische Erhebung und Verläufe

Im Versorgungsalltag dient Diagnostik meistens der Einleitung von geeigneten Therapiemaßnahmen. Diese können jedoch beim gleichen akuten Krankheitsbild sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, welche Erkrankungen der Patient in der Anamnese (d.h. in der Vorgeschichte der Krankheit) aufweist. Das gängigste Beispiel hierfür ist sicherlich die Bipolare Störung, wo eine akute depressive Episode medikamentös ganz anders behandelt wird als bei einer unipolaren Depression.

Klenico bietet die entsprechende Struktur, um Störungsbereiche auch anamnestisch zu erfassen, wenn es Sinn macht und therapeutisch relevant ist. In der Patienten-Selbstauskunft geschieht dies über ein zweites Set an vergangenheitsbezogenen Screening-Items mit entsprechendem adaptivem Explorationsteil. Der interaktive Leitfaden für das Diagnostische Interview weist jeweils einen entsprechenden Abschnitt mit vergangenheitsbezogenen Fragen auf. Außerdem kann jeder Störungsbereich – unabhängig davon, ob er anamnestisch detailliert erhoben wird – einem von fünf charakteristischen Verlaufstypen zugewiesen werden.

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