Transparenz im Therapieprozess



Der psychotherapeutische Prozess ist eine hoch komplexe und vielschichtige Interaktion, deren Dynamik stark vom subjektiven Erleben des Patienten und des Therapeuten bestimmt wird. Doch seitdem Psychotherapie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen aufgenommen wurde (die Kosten also von der Allgemeinheit getragen werden) sind Ärzte und Therapeuten gefordert, den Therapieprozess bis zu einem gewissen Grad transparent zu machen. So soll nebst dem interdisziplinären Behandlungsteam auch ein Verantwortlicher bei den Kostenträgern nachvollziehen können, was in der Therapie erreicht wurde und wie sich der Zustand eines Patienten verändert hat. Schließlich liegt es im Interesse aller Beteiligten, dass eine Therapie wirksam ist und diese Wirksamkeit auch aufgezeigt werden kann.

Um die gewünschte Transparenz zu erreichen, ist aber auch eine möglichst weitgehende Objektivierung erforderlich. Diagnosestellungen und Verlaufsdokumentationen sollen schließlich nicht nur eine momentane und subjektive Einschätzungen des Therapeuten wiedergeben, sondern eben auch von Außenstehenden nachvollzogen werden können. Genau dies ist aber in der Psychiatrie viel schwieriger zu erreichen als beispielsweise in der somatischen Medizin. Mit Computertomografien oder Laboruntersuchungen stehen hier zahlreiche Möglichkeiten der objektivierenden Befundaufnahme zur Verfügung, während die Psychiatrie bislang praktisch nur den schriftlich verfassten Befund mit verbalen Einzelbeschreibungen kennt.

Neben dem immensen zeitlichen Aufwand haben rein schriftliche Befunderhebungen einen weiteren Nachteil: Sie sind serieller Natur und daher nur begrenzt miteinander vergleichbar. Kaum jemand ist nach fünf gelesenen Berichten noch in der Lage, Einzelheiten aus dem ersten Bericht zu erinnern, geschweige denn, einen parallelen Vergleich mit den Details aus allen fünf Berichten anzustellen. Es gibt aber zwei Methoden, mit denen genau dies möglich ist: mittels Abbildungen und mittels Zahlen. Die Klenico-Software kombiniert diese beiden Methoden und schafft damit die Voraussetzungen für einen objektiven und fairen Vergleich zwischen hochindividuellen Krankheitsverläufen. Die zeitaufwändigen Einzelfallprüfungen, die für alle Betroffenen im Gesundheitssystem ein stark belastendes Ausmaß angenommen haben, können ersetzt werden durch ein Verfahren, das nahtlos übergeht in ein systematisches Qualitätsmanagement.

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